© Muzeum Historii Polski  
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Geschichte
„Kleine Geschichten ganz groß“
Sammelaktion von historischen Andenken

Die weltweite Sammelaktion von historischen Andenken „Kleine Geschichten ganz groß“, welche im Jahr 2016 begann, ist weiterhin im Gang. Es konnten bereits fast 5.500 Objekte für das Museum der Geschichte Polens in Warschau gesammelt werden – einige davon sind Spenden aus Polen, aber auch aus Großbritannien, den USA, Schweden und Deutschland.

Das Ziel der Aktion ist es, die Sammlung des Museums um möglichst viele neue Stücke zu erweitern. Man erwartet die verschiedensten Objekte von hohem historischen und teilweise auch emotionalem Wert für die Spender und ihre Familien. Besonders interessant sind Gegenstände, welche mit Polens Kampf um die Unabhängigkeit in den Jahren 1819 und 1989 im Zusammenhang stehen. Weiters findet man Gegenstände des täglichen Gebrauchs wie z. B. Kleidungsstücke, Uniformen und Heeresausrüstungen, antike Gerätschaften, Möbel, sowie Handwerks- und Kunstgegenstände, welche die polnische Kultur der damaligen Zeit und den gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Wandel zeigen.

Das Museumsverzeichnis zählt nun fast 22.000 historische Objekte. Neben den 5.500 Objekten wurden durch die Sammelaktion „Kleine Geschichten ganz groß“ noch weitere 180 historische Dokumente, Fotos und Audiodateien in digitaler Form in die Sammlung aufgenommen. Den größten Teil der Spenden machen Bücher, Zeitungen und Archivalien wie Manuskripte, amtliche Schriftstücke, Diplome, Ausweise, Broschüren sowie Eintritts- und Fahrkarten aus. Unter den Erinnerungsstücken befanden sich unter anderem: ein Schrank aus dem 19. Jahrhundert mit einem Geheimfach, das Dokumente des Polnischen Untergrundstaates des II. Weltkrieges beinhaltete, ein Brief aus dem 17. Jahrhundert von Johann II. Kasimir an Świętosław Wilgostowski, mittelalterliche Kreuze (11.-14. Jahrhundert) und ein Zylinder mit hölzerner Verpackung aus dem Jahr 1900. Gespendet wurden zudem Fotoalben mit Familienfotos und eine Sammlung von Fotografien über die politische Situation in Polen der 80er Jahre, Utensilien für den Siebdruck und eine Textvorlage zum Druck des Eides der kämpfenden Bewegung Solidarność, sowie der kurzen Geschichte der Organisation. Weiters waren unter den Spenden steinerne Tafeln, gefertigt in den Jahren 1914-1920, aus dem Polnischen Haus in Wien zu finden, welche mit Polens Kampf um die Unabhängigkeit zusammenhängen.

Eine Sammlung vieler Objekte der polnischen Aristokratie aus dem 19. und 20. Jahrhundert, vor allem der Fürstenfamilie Lubomirski, wie Spielsachen, Kinderbekleidung und kleinere Gegenstände der Zweiten Polnischen Republik, sowie Manuskripte der Kriegsgeschehnisse im nördlichen Masowien von August 1920, konnte ebenfalls in den Besitz des Museums gebracht werden.

Die erhaltenen Spenden werden allesamt in das Verzeichnis des Museums der Geschichte Polens aufgenommen. Ein Teil davon wird in die ständige Ausstellung übergehen, der Rest wird für zukünftige Ausstellungen und die Forschung verwahrt.

Sollten Sie etwas spenden wollen, können Sie unter +48 22 211 90 29, +48 22 211 90 48 oder per E-Mail an: pamiatki@muzhp.pl Kontakt aufnehmen. Jede Anfrage wird von den Mitarbeitern des Museums eingehend bearbeitet.

In Bedarfsfällen wird ein Mitarbeiter des Museums die Spende persönlich abholen.

Richtlinie der Sammelaktion „Kleine Geschichten ganz groß” (in polnischer Sprache)

Museum der Geschichte Polens in Warschau