Geschichte
Das deutsche NS-Konzentrationslager Gusen. Eröffnung der Ausstellung
29.05.2017, 15:00 Universität Wien

Am 5. Mai jährt sich der Tag der Befreiung des KZs Mauthausen-Gusen zum 72. Mal. Auch wenn das KZ Mauthausen vielen ein Begriff ist, hört man über das Nebenlager Gusen, in dem bedeutend mehr Opfer als in Mauthausen ums Leben kamen, nicht allzu oft. Mit dem am 7. Mai in St. Georgen an der Gusen veranstalteten Festkonzert sowie der zweitägigen Konferenz „Intellectual elites in Europe under German Occupation, 1939–1945“ in Wien möchte das Polnische Institut auf die Gräueltaten im KZ Gusen aufmerksam machen: 28.000 Polen, darunter viele Intellektuelle und Widerstandskämpfer des Warschauer Aufstands, wurden dort ermordet.

Als Fortsetzung der Reihe von Veranstaltungen, die diesem Thema gewidmet sind, wird auf dem Campus der Universität Wien eine Open-Air-Ausstellung über das KZ Gusen eröffnet, die vom Museum der Geschichte Polens in Warschau vorbereitet wurde. Begleitend zu der Ausstellungseröffnung findet ein wissenschaftliches Seminar statt, Teilnehmer ist u. a. Dr. Piotr Filipkowski (Institut für Philosophie und Soziologie der Polnischen Akademie der Wissenschaften).

Dr. Piotr Filipkowskis Forschungsgebiete sind Philosophische Anthropologie und Sozialphilosophie. Sein spezielles Augenmerk gilt der Erinnerung an den Zweiten Weltkrieg sowie der Verarbeitung von Erfahrungen aus dem Krieg.

Veranstalter: Botschaft der Republik Polen in Wien. Partner: Polnisches Institut Wien, Museum der Geschichte Polens in Warschau

Adresse: Campus der Universität Wien/Hof 2, Spitalgasse 2, 1090 Wien
Eintritt/Tickets: Eintritt frei.