Geschichte
„Vertriebene 1939“. Ausstellung
12.09.2017, 19:00 - 13.11.2017 Polnisches Institut Wien

Die aus zirka 400 Fotografien, Plakaten und Unterlagen bestehende Ausstellung „Vertriebene 1939“ dokumentiert die traumatischen Erlebnisse und Erfahrungen der polnischen Zivilbevölkerung, die während des Zweiten Weltkriegs aus den an das Dritte Reich angegliederten Teilen Polens deportiert wurde. Diese ersten Zwangsaussiedlungen im Zweiten Weltkrieg waren zugleich ein Teil des großen Plans, ein „Versuchsgelände“ für die nationalsozialistische Bevölkerungspolitik, deren extremste Ausformungen in der Errichtung von KZs und im Holocaust gipfelten. Das Ziel des Besatzers war die völlige Germanisierung der Territorien – anstelle der polnischen Bürger wurden deutsche angesiedelt. Zu den betroffenen Gebieten gehörten u. a. die Provinz Posen, ein Teil des Lodzer Gebiets, Pommern, das nördliche Masowien, Schlesien.

Die Ausstellung wurde in Zusammenarbeit mit dem Institut für Nationales Gedenken, dem Großpolnischen Unabhängigkeitsmuseum und dem Polnischen Städteverband konzipiert.

Einführung: Dr. Jacek Kubiak, Kurator der Ausstellung, Journalist, Dokumentarist und Oppositioneller während der Zeit der Volksrepublik Polen.

Die Ausstellung ist bis 13. November 2017 zu sehen.

Adresse: Polnisches Institut, Am Gestade 7, 1010 Wien
Eintritt/Tickets: Eintritt frei. Anmeldung erforderlich: 01/533 89 61