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Abschluss des polnischen Vorsitzes in der Visegrád-Gruppe
30.06.2017 - 09.07.2017

Am 30. Juni hat Polen die jährlich wechselnde Präsidentschaft in der Visegrád-Gruppe geendet. Der Vorsitz in der V4 wird von Ungarn übernommen. „Während des letzten Jahres war die Visegrád-Gruppe eine grundlegende Form des politischen Engagement, sowohl in der Außen- als auch in der regionalen Politik. Unser Engagement in die Arbeit der Visegrád-Gruppe zeigte, dass Polen seine regionalen Verpflichtungen und Verpflichtungen gegenüber der Visegrád-Gruppe ernst nimmt.“, sagte Witold Waszczykowski, Chef der polnischen Diplomatie, während des letzten Treffens mit Journalisten, bei dem er polnische Präsidentschaft in der V4 zusammengefasst hat.

Um die Bedeutung der Visegrád-Gruppe in der polnischen Außenpolitik zu betonen, hat das Polnische Institut Wien mit den Partnern aus Tschechien, Slowakei und Ungarn zahlreiche Veranstaltungen organisiert, die der Zusammenarbeit der Gruppe V4 gewidmet waren.

Im November 2016 fand im Institut die Paneldiskussion „Die Rolle der Kultur in der Gestaltung der Identität der Visegrád-Gruppe“ statt, in der Experten und Wissenschaftler Ing. Imrich Béreš (Slowakei), István Kovács (Ungarn), Dr. Anna Durnová (Tschechien) und Dr. Michał Klinger (Polen) teilgenommen haben. Die Diskussion wurde von dem österreichischen Journalisten Mag. Maciej Palucki („Die Presse“) moderiert. Diskutiert wurde unter anderem über die Rolle der Kultur in der Zusammenarbeit und in der Gestaltung der gemeinsamen Identität der Visegrád-Staaten sowie über die historischen Wurzeln der Kooperation von V4.

Im Juni 2017 veranstaltete das Institut eine Debatte, die die polnische Präsidentschaft in der Visegrád-Gruppe zusammenfasste. An dem Abend wurden auch die Tätigkeit des Internationalen Visegrád-Fonds mit Sitz in Bratislava sowie verschiedene Visegrád-Projekte präsentiert. Die von dem Internationalen Visegrád-Fonds vorbereitete und den Visegrád-Projekten gewidmete Ausstellung, wurde im Namen der Geschäftsführerin Beata Janczewska von Botschafterin Irena Krasnicka eröffnet. Die Podiumsdiskussion hat der österreichische Journalist und Vorsitzender der Vereinigung Europäischer Journalisten Otmar Lahodynsky moderiert. Als Experten nahmen an der Diskussion: Veronika Jóźwiak (Polnisches Institut für Internationale Angelegenheiten in Warschau – PISM), Anna Durnová (Wiener Institut für Höhere Studien), Tomáš Strážay (Forschungszentrum der Slowakischen Gesellschaft für Außenpolitik in Bratislava – SFPA) sowie Dániel Bartha (Zentrum für euro-atlantische Integration und Demokratie mit Sitz in Budapest – CEID) teil. „Während der polnischen Präsidentschaft war V4 eine sehr gut funktionierende Gruppe, deren gemeinsame Stimme am Europa-Forum gut hörbar war. Die Stellung zu den wichtigsten Herausforderungen, die vor Europäische Union stehen, wurde berücksichtigt und gestaltete gemeinsame Entscheidungen im Rahmen der Europäischen Union.“, betonte Direktor des Polnischen Instituts Rafał Sobczak während des Treffens.

Für Liebhaber klassischer Musik hat das Polnische Institut im November 2016 das Festkonzert „V4“ anlässlich der Übernahme der Präsidentschaft in der Visegrád-Gruppe durch Polen organisiert. Das Konzert wurde von Studenten der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien – Vertretern der vier Visegrad-Ländern – gestaltet und umfasste im Speziellen Arien und Lieder, die mit der kulturellen Identität aller vier Länder verbunden sind, sowohl in den Landessprachen als auch im Ensemble.Künstlerisch wurde das Konzert von Univ.-Prof. Claudia Visca (Universität für Musik und darstellende Kunst Wien, Institut für Gesang und Musiktheater) betreut.Die Solisten wurden am Klavier von Halina Piskorski, Pianistin, Sängerin und Pädagogin, begleitet.

Die Präsidentschaft in der Visegrád-Gruppe rotiert jährlich. Den Vorsitz der Gruppe übernimmt jeweils ein Mitglied der Gruppe für die Dauer eines Jahres. Letztens hatte Polen die Präsidentschaft in der zweiten Jahreshälfte 2012 und im ersten Halbjahr 2013 inne.