Geschichte
„Meine jüdischen Eltern, meine polnischen Eltern“. Ausstellung
08.11.2018, 18:30 Unipark Nonntal, Salzburg

Die Ausstellung „Meine jüdischen Eltern, meine polnischen Eltern“ erzählt die Geschichte von 15 jüdischen Kindern, die in den Jahren von 1939 bis 1942 geboren wurden. Dank der grenzenlosen Elternliebe und des Mutes von Menschen, die sie zur Vertuschung der Herkunft als ihre eigenen Töchter und Söhne angenommen haben, wurden sie vor dem sicheren Tod bewahrt. Jene Polinnen und Polen, die sich um die geretteten Kinder kümmerten, wurden später oft zu deren Adoptiveltern.

Als Erwachsene mussten sich die Geretteten mit ihrer Geschichte auseinandersetzen, sie mussten sich eine neue Identität schaffen, durch die sie ihre verlorene Familie mit der neuerworbenen verbinden konnten. Jahrelang haben manche nach den Spuren ihrer jüdischen Verwandten, nach Namen und Geburtsdaten gesucht. Diejenigen, die bei ihrer Spurensuche kein Glück hatten, hoffen zumeist immer noch. Diese Kinder, die die Shoah überlebt hatten, wuchsen heran und mit ihnen auch neue Generationen. Heute zählen ihre Familien insgesamt 106 Mitglieder. Und von Jahr zu Jahr werden es mehr – als Zeichen der Hoffnung und des Lebens und dass es den Nationalsozialisten nicht gelungen ist, alle Juden zu vernichten. Nach der Präsentation der Ausstellung in Wien und Linz wird sie nun an der Universität Salzburg gezeigt.

Die Ausstellung wird von 9. bis 29. November 2018 im Unipark Nonntal, 1. Etage (Galerie) von Mo.-Fr. 8-20 Uhr zu sehen sein.

Adresse: Unipark Nonntal, 1. Etage, Raum 1.003, Erzabt-Klotz-Str.1, Salzburg
Eintritt/Tickets: Eintritt frei. Anmeldung erforderlich: 01/533 89 61