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Geschichte der jiddischen Sprache, Kultur und Bildung im Polen des 20. Jahrhunderts
09.05.2019 Polnisches Institut, Wien

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Jiddisch, die Muttersprache der meisten Juden im östlichen Europa, erlebte seit dem Ende des 19. Jahrhunderts einen rasanten Aufstieg: Aus dem zuerst bloßen „Jargon“ wurden eine vollwertige Kultursprache und ein wichtiger Identitätsfaktor. Bildung spielte dabei eine entscheidende Rolle. Doch über deren Entwicklung ist bisher wenig bekannt. Dr. Evita Wiecki nutzt als Quelle ihrer Forschung Lehrbücher, die für den muttersprachlichen Unterricht des Jiddischen zwischen 1886 und 1964 in Polen herausgegeben wurden. In ihrem Vortrag stellt sie einige davon exemplarisch vor, schildert deren Geschichte und stellt historische Bezüge zur jiddischen Bildung und Kultur her. Es ist eine Geschichte, die trotz zahlreicher Brüche und Umbrüche durchaus Kontinuitäten aufweist.

Dr. Evita Wiecki, geboren in Warschau, ist seit 2010 Lektorin für Jiddisch am Historischen Seminar der LMU München, Abteilung für Jüdische Geschichte und Kultur. 2017 schloss sie ihre Promotion an der Heinrich-Heine-Universität in Düsseldorf ab. Sie beteiligt sich an zahlreichen Forschungs- und Übersetzungsprojekten, die mit jiddischer Sprache und Kultur zu tun haben. Wiecki hat zum Beispiel den jiddischen Jugendroman „Emil und Karl“ von Yankev Glatshteyn herausgegeben, der 1938 in Wien spielt.

Einführung: Univ.-Prof. Dr. Gerhard Langer, Institut für Judaistik der Universität Wien

Veranstalter: Polnisches Institut Wien, Institut für Judaistik der Universität Wien

Adresse: Polnisches Institut, Am Gestade 7, 1010 Wien
Eintritt/Tickets: Eintritt frei. Anmeldung erforderlich: 01/533 89 61