Kunst
„Arthur Posnansky – das Leben und Arbeit im bolivianischen Altiplano“
18.07.2012 - 06.08.2012 Museum für Völkerkunde, Wien

Die Fotoausstellung „Arthur Posnansky – das Leben und Arbeit im bolivianischen Altiplano“ präsentiert die vor einhundert Jahren auf Glasnegativen verewigten Denkmäler und die Kultur der Indianer aus dieser Region sowie autobiographische Informationen.

Arthur Posnansky (1873 –1946) ist eine schillernde Persönlichkeit: geboren in Wien in einer Familie mit polnischen Wurzeln, von Beruf Ingenieur und Matrose, Reisender, Unternehmer aber auch Kunstmäzen, seine größte Leidenschaft war die Archäologie und Ethnographie der Anden und des Amazonengebietes. Posnansky nahm einen großen Einfluss auf das wissenschaftliche und kulturelle Leben Boliviens in der ersten Hälfte des 20. Jh., er war auch Initiator einiger wirtschaftlicher Aktivitäten. Er war es, der 1906 das erste Auto, einen Mercedes, nach Bolivien brachte und 1923 gründete er das erste bolivianische Filmstudio.

Die präsentierten Fotos sind auf seine Faszination für die Kulturen des bolivianischen Altiplano zurückzuführen. 1910 holte er die Teilnehmer des Amerikanistik-Kongresses (ICA) nach Tiahuanaco und jahrelang war er bemüht, dort einen archäologischen Park unter Obhut der Regierung zu errichten. Dank seiner Bemühungen wurden die Ruinen von Tiahuanaco nicht mehr als Steinbruch genutzt.

102 Jahre später, anlässlich  des 54. Amerikanisten-Kongresses (ICA), das diesesmal in Wien, von 15.-20. Juli stattfinden wird,  präsentiert das Zentrum für präkolumbische Forschung an der Warschauer Universität und die Polnischen Gesellschaft für lateinamerikanische Studien, zum ersten Mal in Europa ausgewählte Fotos aus dem Archiv von Posnansky, die sich im Besitz des bolivianischen Kunstsammler und Fotografieliebhaber, Javier Nuñez de Arco befinden.

Vernissage: 16. Juli, 16 - 18 Uhr

Adresse: Museum für Völkerkunde, Neue Burg, 1010 Wien
Eintritt/Tickets: Info: Museum für Völkerkunde
Links: 54. Amerikanisten-Kongresses (ICA)