Geschichte
Wie Polens Frauen den Kommunismus in Europa zu Fall brachten
01.12.2014, 18:00 Polnisches Institut, Wien

Vor 25 Jahren zerbrachen im östlichen Europa reihenweise die nach dem Zweiten Weltkrieg durch die Sowjetunion etablierten kommunistischen Regime. Den entscheidenden Sprung im „Ostblock“ verursachte bereits in den 1980er Jahren die Solidarność-Bewegung in Polen, in der sich Frauen aktiv engagierten.

Bożena Rybicka-Grzywaczewska stammt aus der Stadt Gdynia und gehört zu den oppositionellen Aktivisten der ersten Stunde: Ab der zweiten Hälfte der 1970er Jahre widmete sie ihre freie Zeit der Arbeit für die unabhängige Untergrundpresse, oppositionellen Organisationen wie der Bewegung zum Schutz der Menschen- und Bürgerrechte (ROPCiO) oder Demonstrationen an vom Regime abgeschafften nationalen Feiertagen. Im August 1980 gehörte sie zu den Streikenden in der Lenin-Werft und begann in dieser Zeit Ihre Arbeit als Leiterin des Sekretariats von Lech Wałęsa. Auch nach der Wende bleibt sie engagiert – nun im sozialen Bereich, als Aktivistin der Zivilgesellschaft.

Im Anschluss an den Film "Wir waren keine Helden. Der Streik aus Sicht der Frauen" („Nie byliśmy bohaterami. Strajk oczami kobiet“, mit dt. Untertiteln) sprechen Bożena Rybicka-Grzywaczewska, eine der Protagonistinnen des Dokumentarfilms, sowie ihr Gatte, Maciej Grzywaczewski, der ebenfalls in der Solidarność aktiv war, über ihre Erfahrungen.

Adresse: Polnisches Institut, Am Gestade 7, 1010 Wien
Eintritt/Tickets: Eintritt frei. Anmeldung erforderlich 01/533 89 61