Geschichte
Film- und Diskussionsabend: Arkadiusz „Aram“ Rybicki
31.08.2015, 18:00 Polnisches Institut, Wien

Anlässlich des 35. Jubiläums der Entstehung der Solidarność im Jahr 1980

Dass Polen in den Jahrzehnten nach dem Zweiten Weltkrieg zu Freiheit und Demokratie (zurück-)fand, wurde möglich durch das Engagement vieler einzelner Persönlichkeiten und ihren Mut, sich zivilgesellschaftlich zu organisieren. Arkadiusz „Aram“ Rybicki ist hierfür ein leuchtendes Beispiel. Seit den 1970er Jahren war er in Oppositionsorganisationen aktiv, nahm 1980 am Streik in der Lenin-Werft in Gdańsk teil, wurde in Folge der Ausrufung des Kriegsrechts 1981–1982 inhaftiert. Auch nach der Wende war Rybicki politisch und zivilgesellschaftlich aktiv, gestaltete die neue Wirklichkeit mit.

Arkadiusz Rybicki ist am 10. April 2010 auf dem Weg zu Gedenkfeierlichkeiten an das Katyń-Massaker (1940) im Flugunfall bei Smoleńsk ums Leben gekommen. Für die Aufrechterhaltung der Erinnerung an Katyń hatte er sich bereits zur Zeit des kommunistischen Regimes eingesetzt – nur eine von vielen Facetten seiner Biografie. Nach der Filmdokumentation „ARAM“ (OmdU), von Profilm und der Arkadiusz-Rybicki-Stiftung mit nachgestellten Szenen aufwendig produziert, werden Maciej Grzywaczewski und Mirosław Rybicki, die mit Arkadiusz Rybicki persönlich verbunden sind und selbst Akteure der demokratischen Opposition waren, die Podiumsdiskussion in Polnischen Institut Wien führen.

Adresse: Polnisches Institut, Am Gestade 7, 1010 Wien
Eintritt/Tickets: Eintritt frei. Anmeldung erforderlich 01/533 89 61