Geschichte
„Das Gedächtnis Polens im europäischen Kontext. Über die Geschichtspolitik von Präsident Lech Kaczyński“ - Vortrag
08.04.2016, 18:30 Polnisches Institut Wien

Die Problematik des polnischen Geschichtsbewusstseins im europäischen Kontext und der öffentliche Diskurs über die Vergangenheit mit Blick auf die Zukunft bilden ein wichtiges Element der polnischen historischen Diplomatie. Diese Problematik war eines der wichtigsten Elemente in der Politik des Staatspräsidenten Lech Kaczyński. Lech Kaczyński war u.a. ein glühender Befürworter der Errichtung des Museums des Warschauer Aufstandes, zu dessen Entstehung er einen entscheidenden Beitrag geleistet hat. Er setzte sich für ein würdiges Gedenken an die polnischen Widerstandskämpfer der antikommunistischen Untergrundorganisationen wie etwa der „Verstoßenen Soldaten“ ein und er legte einen großen Wert darauf, die Wahrheit über das Massaker von Katyń erschöpfend zu enthüllen.

Die Geschichtspolitik vom Präsidenten Lech Kaczyński wird von Univ.-Prof. Dr. Zdzisław Krasnodębski präsentiert, einem polnischen Soziologen und Sozialphilosophen. Krasnodębski ist u. a. Professor an der Universität Bremen und an der Akademia Ignatianum in Kraków, Ratsmitglied des Polnischen Instituts für Internationale Angelegenheiten, Abgeordneter zum Europäischen Parlament und seit 2011 – Vorsitzender des Preiskomitees des Lech Kaczyński-Preises.

Adresse: Polnisches Institut Wien, Am Gestade 7, 1010 Wien
Eintritt/Tickets: Eintritt frei. Anmeldung erforderlich: 01/533 89 61