Film
Krzysztof Kieślowski 75/20. Filmretrospektive
30.09.2016 - 05.10.2016 Urania Kino, Wien
Er starb vor 20 Jahren, am 13. März 1996. Heuer hätte er am 27. Juni seinen 75. Geburtstag gefeiert. In Erinnerung an sein großartiges Schaffen ernannte ihn daher die Polnische Filmakademie zum Patron des Jahres 2016: Krzysztof Kieślowski, einer der bekanntesten Filmregisseure des 20. Jahrhunderts. Auf der Landkarte der zahlreichen Filmschauen, die anlässlich dieses Jubiläums veranstaltet werden, darf Österreich nicht fehlen.  
 
Die Retrospektive von Krzysztof Kieślowski, die an sechs Abenden im Wiener Urania Kino stattfinden wird, zeigt zwei Dokumentationen über den Filmemacher und zehn seiner Spielfilme. Die Präsentation der letzteren wird dabei eine Art Premiere sein – alle werden nämlich zum ersten Mal in Österreich als digital restaurierte Originalversionen mit englischen Untertiteln zu sehen sein.  
 
Die Filmreihe wird mit der im Jahr 2005 produzierten Dokumentation „Still Alive. Ein Film über Krzysztof Kieślowski“ (Regie: Maria Zmarz-Koczanowicz, 2005) eröffnet, in der neben Kieślowski selbst auch seine Lieblingsschauspieler Jerzy Stuhr, Grażyna Szapołowska und Juliette Binoche, der Filmkomponist Zbigniew Preisner, der Kameramann Sławomir Idziak und viele weitere Lebensbegleiter des Regisseurs zu Wort kommen. Am selben Abend wird auch das Meisterwerk „Die zwei Leben der Veronika“ (1991) präsentiert – ein metaphysisches Drama mit Irène Jacob in der Titelrolle. Zu weiteren Pflichtterminen für Cineasten gehören die beiden Kinoversionen der legendären Fernsehserie Dekalog – „Ein kurzer Film über das Töten“ (1988) und „Ein kurzer Film über die Liebe“ (1988) – genauso wie die mehrfach ausgezeichnete international koproduzierte Filmtrilogie „Drei Farben: Blau, Weiß, Rot“ (1993–1994), in der neben Irène Jacob auch Julie Delpy und Juliette Binoche brillieren. Die Retrospektive, auf deren Programm des Weiteren die Spielfilme „Die Narbe“ (1976), „Der Filmamateur“ (1980), „Ohne Ende“ (1985) und „Der Zufall möglicherweise“ (1987) stehen, wird durch die Dokumentation „Krzysztof Kieślowski: I’m So-So...” (Regie: Krzysztof Wierzbicki, 1996) abgerundet, ein faszinierendes Gespräch mit dem Regisseur über sein Leben und sein Filmschaffen. Die meisten Vorführungen werden in Anwesenheit eines geladenen Filmgasts stattfinden. Stanisław Zawiśliński, der Buchautor („Kieślowski ohne Ende…“) und Drehbuchautor („Still Alive…“) wird für Publikumsgespräche genauso zur Verfügung stehen wie
Krzysztof Piesiewicz, der mit Kieślowski nicht nur sehr gut befreundet war, sondern
auch zu sieben der im Rahmen der Retrospektive gezeigten Spielfilme die Drehbü-
cher geschrieben hat.

Karten sind zum Sonderpreis von nur 7,50 Euro ab 1. September im Urania Kino, telefonisch unter +43 1 715 82 06 sowie auf www.cineplexx.aterhältlich

Fr., 30. September

19:00 Uhr Still Alive. A Film about Krzysztof Kieślowski (Dokumentarfilm | PL 2015 | Regie: M. Zmarz-Koczanowicz | 81 Min.), anschl. Q&A mit S. Zawiśliński

21:15 UhrDie zwei Leben der Veronika (Spielfilm | PL/FRA/NOR 1991 | Regie: K. Kieślowski | 98 Min.), anschl. Q&A mit K. Piesiewicz

Sa., 1. Oktober

19:00 Uhr | Ein kurzer Film über die Liebe (Spielfilm | PL 1988 | Regie: K. Kieślowski | 90 Min.), anschl. Q&A mit K. Piesiewicz

21:15 Uhr Ein kurzer Film über das Töten (Spielfilm | PL 1988 | Regie: K. Kieślowski | 85 Min.), anschl. Q&A mit K. Piesiewicz

So., 2. Oktober

19:00 Uhr | Drei Farben: Blau (Spielfilm | PL/SUI/FRA 1993 | Regie: K. Kieślowski | 100 Min.), anschl. Q&A mit K. Piesiewicz

21:15 Uhr Drei Farben: Weiß (Spielfilm | PL/SUI/FRA 1994 | Regie: K. Kieślowski | 92 Min.), anschl. Q&A mit K. Piesiewicz

Mo., 3. Oktober

19:00 Uhr Drei Farben: Rot (Spielfilm | PL/SUI/FRA 1994 | Regie: K. Kieślowski | 99 Min.), anschl. Q&A mit K. Piesiewicz

21:15 Uhr Ohne Ende (Spielfilm | PL 1985 | Regie: K. Kieślowski | 103 Min.), anschl. Q&A mit K. Piesiewicz

Di., 4. Oktober

19:00 Uhr Krzysztof Kieslowski: I'm So-So... (Dokumentarfilm | PL/DEN 1996 | Regie: K. Wierzbicki | 56 Min.)

20:30 Uhr Der Zufall möglicherweise (Spielfilm | PL 1987 | Regie: K. Kieślowski | 124 Min.), .), anschl. Q&A mit K. Piesiewicz

Mi., 5. Oktober

19:00 Uhr Der Filmamateur (Spielfilm | PL 1980 | Regie: K. Kieślowski | 117 Min.) 21:15 Uhr Die Narbe (Spielfilm | PL 1976 | Regie: K. Kieślowski | 112 Min.).

 

Veranstalter:  LET’S CEE Film Festival, Polnisches Institut Wien

Kooperationspartner und Unterstützer: PISF, Cineplexx International, GLS Austria, Österreichischer Gewerbeverein u.a.

 

Adresse: Urania Kino, Uraniastraße 1, 1010 Wien
Eintritt/Tickets: www.letsceefilmfestival.com | www.cineplexx.at