© Elżbieta Mazur  
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Musik
Klavierabend „Grenzenlose Fantasie“ von Elżbieta Mazur
12.06.18, 19:00 Bank Austria Salon im Alten Rathaus, Wien

Den Klavierabend „Grenzenlose Fantasie“ widmet die Pianistin zwei im selben Jahr (1810) geborenen genialen Komponisten: Robert Schumann und Frédéric Chopin.

Das Programm dieses Konzertes führt den Zuhörer in das Labyrinth der Gefühle und Gedanken, in die innere Welt beider Tondichter, die so verschieden waren und dennoch, jeder auf seine Art, die Musik ihrer Epoche geprägt hatten. Während Robert Schumann in seiner Musik wie kein anderer die Stimmung des Augenblickes in ausdrucksvollen Miniaturen festhielt, entfaltet Frédéric Chopin in seinen großen epischen Werken noch nie dagewesene leidenschaftliche Dramatik.

Robert Schumann, auch schriftstellerisch talentiert, schrieb bereits 1831 in seinem fantasievollen Artikel in der Leipziger „Allgemeinen Musikalischen Zeitung“ (Nr. 49) über Chopin den berühmten Satz: Hut ab, ihr Herren, ein Genie! Später bezeichnete er Chopins Werke als „unter Blumen eingesenkte Kanonen“, die für den russischen Zaren gefährlich werden können:
Denn wüßte der gewaltige, selbstherrschende Monarch des Norden, wie in Chopins Werken, in den einfachen Weisen seiner Mazurkas, ihm ein gefährlicher Feind droht, er würde die Musik verbieten. Chopins Werke sind unter Blumen eingesenkte Kanonen.

Frédéric Chopin erwiderte allerdings diese aufrichtige und völlig neidlose Bewunderung des Komponistenkollegen nicht. Die Musik von Schumann mit ihrer starken Anlehnung an die Literatur und vielen, manchmal rätselhaften Untertiteln einzelner Stücke widersprach seiner Ästhetik und seiner Auffassung der Tonkunst.

Adresse: Bank Austria Salon im Alten Rathaus, Barocksaal, Wipplingerstraße 6–8, 1010 Wien

Eintritt: freie Spenden

Platzreservierung erbeten: konzertbuero@aon.at