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„Große polnisch-österreichische Freundschaften“: O. Forst de Battaglia und seine polnischen Freunde
08.03.2017 Polnisches Institut Wien

Am Mittwoch, den 8. März 2017 fand im Polnischen Institut Wien eine weitere Veranstaltung aus der Reihe „Große polnisch-österreichische Freundschaften“ statt. Diesmal richteten wir unser Augenmerk auf den österreichischen Historiker, Literaturkritiker und Übersetzer Otto Forst de Battaglia und seine zahlreichen Beziehungen zu vielen bedeutenden Polen. Die Veranstaltung wurde in Kooperation mit dem Wissenschaftlichen Zentrum der Polnischen Akademie der Wissenschaften in Wien organisiert.

Der zwischen 1889 und 1965 in Wien lebende Otto Forst de Battaglia galt zu seinen Lebzeiten als großer Förderer der polnischen Kultur und pflegte Beziehungen zu vielen polnischen Schriftstellern, Publizisten und Wissenschaftlern. Einen bedeutenden Teil seines Nachlasses bilden die Briefe, die der Gelehrte an wichtige Polen schrieb, sowohl aus den Zwanziger- und Dreißigerjahren des 20. Jahrhunderts als auch aus der Nachkriegszeit. Zu Forst de Battaglias Freunden gehörten u. a. Zofia Nałkowska, Tadeusz Boy-Żeleński, Emil Zegadłowicz, Juliusz Kaden-Bandrowski, Maria Dąbrowska sowie der polnische Primas August Hlond, der polnische Botschafter in Paris Alfred Chłapowski, der Historiker Prof. Dr. Aleksander Gieysztor und der Jurist Prof. Jakub Sawicki.

Über die Geschichte und das Lebenswerk von Otto Forst de Battaglia sowie über seine polnischen Freunde diskutierten im Polnischen Institut Dr. Krzysztof Huszcza (Institut für Germanistik, Universität Wrocław), der sich in mehreren seiner wissenschaftlichen Artikeln und Publikationen mit der Person Forst de Battaglias befasste, sowie – als besonderer Gast – Dr. Jakub Forst-Battaglia, der Enkel des Gelehrten und selbst Historiker, Diplomat und Polenfreund. Die Rolle des Moderators der Paneldiskussion übernahm Prof. Dr. Bogusław Dybaś (Historiker, Direktor der Polnischen Akademie der Wissenschaften – des Wissenschaftlichen Zentrums in Wien). Prof. Dr. Edward Białek (Institut für Germanistik, Universität Wrocław) konnte wegen wichtiger universitärer Verpflichtungen an dem Abend leider nicht teilnehmen.

Das Publikum hatte die Möglichkeit, einer durchaus interessanten und regen Diskussion zuzuhören und viel Wissenswertes über Otto Forst de Battaglia und seinen Beitrag zur Förderung der polnischen Kultur in Österreich zu erfahren. Ausdruck des Interesses waren auch detaillierte und tiefgreifende Fragen vom Publikum, die nach der Diskussion an die Podiumsteilnehmer gestellt wurden.