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Geschichte
Europa der Humanisten – Ausstellung
19.04.2017 Foyer der Hauptbücherei am Gürtel, Wien

Am Mittwoch, den 19. April wurde in der Hauptbücherei am Gürtel die Ausstellung „Europa der Humanisten“ eröffnet, die vom EUNIC Austria, dem Verbund der in Wien ansässigen Kulturinstitute der EU-Länder und der assoziierten Kandidaten, in Kooperation mit dem Institut für Klassische Philologie, Mittel- und Neulatein der Universität Wien vorbereitet wurde.

Mit dem Anfang des Humanismus ab dem 14. Jahrhundert, besonders aber im 15. und 16. Jahrhundert hat sich Europa kulturell tiefgreifend verändert. Das alte Weltbild der Scholastik und ein stark nationales Gepräge wurden durch die neuen humanistischen Ideen gesprengt. In Kultur und Wissenschaft wurde damit eine Grundlage geschaffen, die heute in Zeiten der Europäischen Union und der internationalen Zusammenarbeit wieder von besonderer Bedeutung ist.

Die Ausstellung wurde vorbereitet, um den wichtigen Beitrag der Humanisten zum europäischen Kulturerbe sowie ihre Rolle als Wegbereiter für das moderne Europa hervorzuheben. An der Ausstellung sind 24 Institute beteiligt, die jeweils zwei große aus ihrem Land stammende Humanisten präsentieren.

Für den polnischen Teil der Ausstellung wurden zwei großartige Persönlichkeiten der Renaissance ausgewählt: Andrzej Frycz Modrzewski und Wawrzyniec Grzymała Goślicki. Ersterer trat im polnischen Parlament und in der Öffentlichkeit mit seinen „Reden über die Strafe für Mord“ in Erscheinung. Der Zweite war aufgrund seines diplomatischen Gespürs und als herausragende Persönlichkeit der Kirche in Polen führend am Gestaltungsprozess der polnischen Politik an der Wende vom 16. zum 17. Jahrhundert beteiligt.

Die Ausstellung ist von 20.4. bis 27.5.2017 im Foyer der Hauptbücherei am Gürtel, Urban-Loritz-Platz 2A, 1070 Wien und von 1. bis 20.6.2017 im Haus der Europäischen Union, Wipplingerstraße 35, 1010 Wien zu sehen.