© Polnisches Institut Wien
Krzysztof Kieślowski „Die Zehn Gebote“
22.11.2017 Volkstheater, Wien

Am 15. Dezember findet im Wiener Volkstheater die Uraufführung des Theaterstücks „Die Zehn Gebote“ nach den gleichnamigen Filmen von Krzysztof Kieślowski statt. Das Volkstheater hat in Zusammenarbeit mit dem Polnischen Institut Wien und dem Museum für Kinematografie in Łódź ein umfangreiches Rahmenprogramm vorbereitet, welches dem Theaterpublikum die Person und das Schaffen des polnischen Meisterregisseurs näherbringen soll. Im Zuge dessen fand am Mittwoch, den 22. November 2017 im Rangfoyer des Volkstheaters die Eröffnung der Ausstellung „Krzysztof Kieślowski – Spuren und Erinnerung“ statt.

Die aus vielen Fotos, Presseausschnitten, Plakaten, Rezensionen und Publikationen bestehende Ausstellung „Krzysztof Kieślowski – Spuren und Erinnerung“ gibt allen Cineasten Einblick in das private und berufliche Leben des Regisseurs. Das Material für die Ausstellung haben u.a. Maria Kieślowska, Marta Kieślowska, Zbigniew Preisner, Krzysztof Piesiewicz, Irena Strzałkowska, die Europäische Filmakademie, die polnische Nationalfilmothek, Film Polski Agencja Promocji, die Filmschule in Łodź und das Museum der Kinematografie zur Verfügung gestellt.

Als erste begrüßte Anna Badora, die künstlerische Direktorin des Volkstheaters, alle erschienenen Gäste. Badora ist polnisch-österreichische Theaterregisseurin mit langjähriger Erfahrung als Intendantin in verschiedenen deutschsprachigen Ländern. Anschließend hielt Rafał Sobczak, der Direktor des Polnischen Instituts Wien, seine Begrüßungsrede.

„Die heutige Ausstellungseröffnung ist für mich von besonderer Bedeutung, denn sie wurde durch eine gute Kooperation dreier Institutionen ermöglicht. In Zusammenarbeit mit der künstlerischen Direktorin des Volkstheaters Anna Badora und dem Dramaturgen Roland Koberg, bei denen ich mich an dieser Stelle herzlich bedanken möchte, ist die Präsentation der vom Museum für Kinematografie vorbereiteten Ausstellung ‚Krzysztof Kieślowski – Spuren und Erinnerung‘ im Volkstheater zustande gekommen“ – sagte Direktor Sobczak am Eröffnungsabend.

Der Dramaturg Roland Koberg erzählte dem Publikum über das Theaterstück nach den Filmen von Krzysztof Kieślowski. Außerdem lasen zwei Schauspieler des Volkstheaters ein Interview mit Kieślowski.

„Krzysztof Kieślowski gilt als einer der bekanntesten Filmregisseure des 20. Jahrhunderts und wurde eben vor allem für seine Filmzyklen „Dekalog“ und „Drei Farben“ international bekannt. Über 21 Jahre nach dem Tod des Meisterregisseurs werden seine Filme – diesmal auch in szenischer Adaptation – präsentiert und scheinen uns allen nach wie vor sehr aktuell“ – betonte Direktor Sobczak.

Die Ausstellung bildet aber nur einen Teil des reichhaltigen Rahmenprogramms. Für alle Kinoliebhaber haben die Veranstalter auch ein Patschenkino unter dem Motto „Zehn Gebote in zehn Folgen“ vorbereitet. Kieślowski hat seinen „Dekalog“ („Die Zehn Gebote“) für das Fernsehen konzipiert: zehn Gebote in zehn Folgen zur besten Sendezeit im nationalen Fernsehen, ausgestrahlt 1988/89. Im Vorfeld von Stephan Kimmigs neuer dreistündiger Bühnenfassung von Kieślowskis Drehbüchern, gibt es die zehn einstündigen Filme in der Roten Bar zu sehen – an jedem Vorstellungstag jeweils einen. Dafür wurde eigens ein Fernsehraum eingerichtet, ein Patschenkino mit Sofa und Couchtisch, dazu Kopfhörer und Selbstbedienung an der Bar.

Die Ausstellung „Krzysztof Kieślowski – Spuren und Erinnerung“ ist bis Ende Jänner 2018 zu sehen.