© Polnisches Institut Wien
Geschichte
„Österreich in der polnischen Außenpolitik 1918–1938“. Vortrag
18.05.2018 Diplomatische Akademie Wien

Dank der Initiative des Polnischen Instituts Wien hat Prof. Marek Kornat am 18. Mai in der Diplomatischen Akademie Wien den Vortrag „Österreich in der polnischen Außenpolitik 1918–1938“ gehalten.

Marek Kornat ist außerordentlicher Professor und Leiter der Abteilung für Geschichte der Diplomatie und totalitäre Systeme am Institut für Geschichte der Polnischen Akademie der Wissenschaften in Warschau sowie Professor ordinarius an der Fakultät für Recht und Verwaltung der Kardinal-Stefan-Wyszyński-Universität Warschau. Er ist Sowjetologe, Quellenredakteur und Essayist. Er promovierte und habilitierte in Geschichtswissenschaften.

Kornat war Stipendiat des „Tempu“-Programms der Europäischen Kommission (1998), der Lanckoronski-Stiftung (1998), des von Jerzy Giedroyc gegründetem Fonds zur Unterstützung der unabhängigen Wissenschaft und polnischen Kultur (1999), der Stephan-Báthory-Stiftung (1999) und zweimal der Stiftung für polnische Wissenschaft (2001 und 2005). Er war am Centre National in Paris, an der Columbia University in New York, am Europäischen Institut in Mainz und als Senior Fellow am Institut der Wissenschaften vom Menschen in Wien wissenschaftlich tätig.

Kornat spezialisiert sich auf die neueste Geschichte. Im Rahmen seiner wissenschaftlichen Arbeit beschäftigt er sich u.a. mit der Geschichte der Diplomatie und der internationalen Beziehungen im 19. und 20. Jahrhundert, der polnischen Außenpolitik in den Jahren 1918-1945, den Geschehnissen des polnischen und westlichen Denkens der Sowjetologie sowie zum Teil auch mit der Geschichte der polnischen Geschichtsschreibung.

Seit 2008 gehört er zum wissenschaftlichen Beirat des Instituts für Geschichte der Polnischen Akademie der Wissenschaften (PAN) und 2015 wurde er in den wissenschaftlichen Rat des Instituts für politische Studien der Polnischen Akademie der Wissenschaften (PAN) gewählt. Kornat ist Mitglied des Beirates des Instituts für Mittel- und Osteuropa in Lublin sowie Mitglied der Kommission für Veröffentlichungen polnischer diplomatischer Dokumente am Polnischen Institut für Internationale Angelegenheiten (PISM) und polnischer Vertreter im wissenschaftlichen Rat des Europäischen Netzwerks „Erinnerung und Solidarität“. Er wurde in die Zentraleuropäische Kommission der Polnischen Akademie der Gelehrsamkeit (PAU, 2. Abteilung für Geschichte und Philosophie) gewählt. Außerdem ist er Ko-Vorsitzender der gemeinsamen Polnisch-Rumänischen Historikerkommission, die im Einvernehmen mit der Polnischen Akademie der Wissenschaften (PAN) und der Rumänischen Akademie arbeitet. Er gehört zum Beirat des Józef-Piłsudski-Instituts Warschau und fungiert weiterhin als Vorstandsmitglied mehrerer Zeitschriften – u. a. das vierteljährlich erscheinende „Dzieje Najnowsze“, das halbjährlich publizierte „Historia i Polityka“ aus Thorn und „Pro Fide, Lege et Rege“ sowie das zweimonatlich veröffentlichte „Nowa Europa Wschodnia“.

2014 wurde er in die internationale wissenschaftliche Gesellschaft Academia Europea / European Academy mit Sitz in London gewählt.

Er ist Autor von sieben Büchern, Redakteur (auch Mitherausgeber) mehrerer kollektiver Werke und Quellenveröffentlichungen sowie von über zweihundert wissenschaftlichen Artikeln und etwa dreißig Rezensionen. Er veröffentlichte Beiträge in bekannten ausländischen Magazinen wie „Osteuropa“, „Revue d'Histoire diplomatique“ und „International History Review“ sowie in polnischen Zeitschriften („Zeszyty Historyczne“, „Kwartalnik Historyczny“, „Dzieje Najnowsze“, „Studia z Dziejów Rosji i Europy Środkowo-Wschodniej“, „Studia nad Faszyzmem i Zbrodniami Hitlerowskimi“, „Przegląd Wschodni“, „Polski Przegląd Dyplomatyczny“, „Arcana“, „Przegląd Polityczny“). Er veröffentlichte auch sieben Biographien im Werk „Polski Słownik Biograficzny“ (Polnisches Biographisches Wörterbuch).

Das Projekt wurde im Rahmen des 100. Jahrestages der Wiedererlangung der Unabhängigkeit Polens durchgeführt.