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Musik
6. Internationales Heinrich-Ignaz-Franz-Biber-Festival
01.06.2018 Kirche Maria am Gestade, Wien

In der Kirche Maria am Gestade, einer der zwei ältesten Kirchen Wiens, fand Anfang Juni das sechste Internationale Heinrich-Ignaz-Franz-Biber-Festival statt. Die Idee des Festivals war es, Musik aus der Zeit des namensgebenden herausragenden virtuosen Salzburger Komponisten ebenso wie auch frühere Musik zu präsentieren. Das Symbol der sechsten Ausgabe des Festivals war die Feige: die Frucht ohne Blüte, die Frucht der heiligen Bäume des antiken Griechenlands, ein Symbol für Hoffnung und Ausdauer.

Am ersten Tag des Festivals, Freitag, dem 1. Juni, präsentierte das Blockflötenensemble Vivid Consort das Programm „Bitter Fruit“ aus seinem neuesten Album mit Musik aus dem 16. und 17. Jahrhundert. Am Samstag, dem 2. Juni, brachten zwei Künstlerinnen aus Ungarn, Dóra Szilágyi (Barockvioline) und Flora Fábri (Cembalo), in ihrem Programm „Begegnungen“ Werke von H. I. F. Biber und Georg Muffat auf die Bühne. Das große Finale am Sonntag, dem 3. Juni, gehörte Pandolfis Consort, das diesmal mit dem Szczecin Vocal Project und dem Consortium Sedinum musizierte. Mit Urszula Stawicka am Cembalo und unter der Leitung von Paweł Gustaw Osuchowski erklang zum ersten Mal in Wien die „Dominikanische Vesper“ von Marcin Mielczewski (1600–1651), einem der bedeutendsten Komponisten des Frühbarock in Polen.