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Geschichte
Museum Pileckis Elternhaus. Präsentation
20.11.2018 Polnisches Institut Wien

Der polnische Widerstandskämpfer Witold Pilecki ging 1940 freiwillig ins KZ Auschwitz in Gefangenschaft, um die Alliierten vor Ort über die Gräueltaten der Nationalsozialisten zu informieren und den Widerstand der Häftlinge zu organisieren. Seine Berichte führten jedoch nicht zur erhofften Reaktion der Alliierten. 1943, nachdem keine Hilfe aus dem Ausland gekommen war, entschied sich Pilecki zur Flucht, was ihm auch gelungen ist. Er schloss sich erneut der polnischen Untergrundarmee an und nahm 1944 am Warschauer Aufstand teil. Nach dem Krieg führte er den Kampf um ein unabhängiges Polen weiter und sammelte unter anderem Beweise für sowjetische Verbrechen in Polen und für die Verfolgung von polnischen Soldaten. Dafür wurde er vom stalinistischen polnischen Geheimdienst verhaftet und in einem Schauprozess als „westlicher Spion“ zum Tod verurteilt und hingerichtet. Erst 1990, nach der Demokratisierung Polens, wurde Pilecki offiziell rehabilitiert.

Anlässlich des 70. Todestages von Witold Pilecki erzählte Dorota Socik, Direktorin des neugegründeten Museums Pileckis Elternhaus in Ostrowia Mazowiecka, über dessen Entstehungsgeschichte, Aufgaben und Ziele.