Film
„Das Massaker von Katyń“ von Andrzej Wajda
17.09.2019 Polnisches Institut, Wien

Anlässlich des 80. Jahrestags des Ausbruchs des Zweiten Weltkriegs haben wir an eines der tragischsten Kapitel der Kriegsgeschichte erinnert. Im Frühjahr des Jahres 1940 ermordete der sowjetische Geheimdienst NKWD 22.000 Offiziere und Angehörige der intellektuellen Elite Polens.

Im seinem für den Oscar nominierten Drama Das Massaker von Katyń erzählt der Regisseur Andrzej Wajda von dem Kriegsverbrechen aus der Perspektive der Opfer und Angehörigen – Ehefrauen, Mütter, Töchter und Schwestern.

September 1939. Polen wird von Deutschland aus dem Westen und von Russland aus dem Osten angegriffen. Tausende sind auf der Flucht, die Krakauer Universität wird geschlossen, Professoren werden ins KZ Sachsenhausen deportiert. Die Rote Armee und der Geheimdienst NKWD treiben polnische Offiziere zusammen und schicken sie in Arbeitslager. Anna, eine junge Frau, ist verzweifelt auf der Suche nach ihrem Mann, dem Offizier Andrzej. Sie findet ihn kurz vor seinem Abtransport in ein Konzentrationslager. Danach werden sie einander nie wieder begegnen. Nach dem Krieg kämpfen Anna und andere Witwen verzweifelt um das Andenken an ihre Männer – und werden deshalb von der kommunistischen Führung verfolgt.

Regie: Andrzej Wajda

Drehbuch: Andrzej Wajda, Przemysław Nowakowski und Władysław Pasikowski

Darsteller: Andrzej Chyra, Maja Ostaszewska, Artur Żmijewski, Danuta Stenka, Jan Englert

PL 2007, OmU, 118 Min.